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Warme Kante für nachhaltig geplante Glastürme

In Kanadas Millionencity Toronto entsteht zurzeit eines der interessantesten und größten Bauprojekte der Stadt. Der neue, nachhaltig geplante CIBC Square mit seinen zwei hoch aufragenden gläsernen Türmen wird zukünftig die Skyline des kanadischen Wirtschaftszentrums prägen und trägt gleichzeitig auf Jahrzehnte zu einer positiven Stadtentwicklung bei. Beim Bau der charakteristischen Glasrauten in den Fassaden kam das energieeffiziente Warme-Kante-System des Kleb- und Dichtstoffherstellers H.B. Fuller | KÖMMERLING zum Einsatz

Der erste der beiden rund 250 Meter hohen Glastürme ist bereits fertiggestellt, der zweite aktuell bis voraussichtlich 2024 im Bau. Für den außergewöhnlichen Entwurf zeichnen die britischen Architekten Wilkinson Eyre Architects verantwortlich, die Ausführung übernimmt das in Toronto ansässige Büro der Adamson Associates Architects. Zentrales Element des Projekts ist die visionäre Neuentwicklung eines Campus von 33.000 Quadratmeter Größe inklusive Verkehrsknotenpunkt zwischen dem Finanzdistrikt von Toronto und dem Uferbereich des Ontariosee. Bisher noch durch den breiten Gleisstrang der Union Station voneinander getrennt, verbinden die nördlich und südlich der Schienen platzierten Zwillingstürme zukünftig beide Stadtviertel durch einen hoch über dem Gleiskorridor aufgespannten öffentlichen Park. Auf einer Fläche von einem Hektar entsteht so auf der vierten Geschossebene der Türme eine naturnahe Oase für Begegnungen, kulturelle Veranstaltungen und Naherholung, mit weitem Blick über den See.

 

Zukunftsweisende Stadtentwicklung

Die Hochhäuser selbst beherbergen nicht nur das neue Headquarter der Canadian Imperial Bank of Commerce (CIBC), sondern auch weitere erstklassige Büro- und Konferenzräume für internationale Unternehmen. Zugehörig ist außerdem ein Podium mit einer großzügigen Eingangslobby über mehrere Ebenen, das Einzelhandel, gehobene Gastronomie und Freizeiteinrichtungen beherbergt. Ebenfalls dort, im schon errichteten südlichen Turm, befindet sich ein neues Busterminal für Überlandlinien. Innerhalb der Sockel beider Hochhäuser sind diverse Wege, Stege und Brücken angelegt, die alle im CIBC Square kreuzenden Verkehrsmittel, darunter auch das unterirdische PATH-Fußgängernetz von Toronto, miteinander verbinden und einen fußläufigen Zugang zum Wasser schaffen.

 

Mit der Entwicklung dieses Campus erschließt Toronto ein Gebiet, das durch die gelungene Verknüpfung von Architektur, Verkehrsinfrastruktur und der Lage am See zu einem wegweisenden Projekt für die gesamte Stadt wird. Denn der CIBC Square ist nicht nur als außergewöhnliche Arbeitsumgebung konzipiert, sondern als Ort der Kommunikation und Gemeinschaft, als Erlebnisraum und Stätte der Erholung. Dazu gehört das nachhaltige und ökologische Konzept der jetzt miteinander verbundenen öffentlichen Verkehrsmittel ebenso wie die nach den internationalen Standards von LEED® Platin und WIRED & WELL Building™ nachhaltig geplante Architektur der Glastürme.

 

Glasfassade mit hocheffizienter Warmer Kante

Beide 49- bzw. 50-geschossigen Türme sind rundum mit einer leicht gefalteten Glasfassade versehen. In die Außenfassade integriert sind rautenförmige, hinterleuchtete Motive, ähnlich einem Prisma, die sich regelmäßig im Abstand von 10 Stockwerken wiederholen und durch ihre vertikale Skalierung im Kontrast zu den umliegenden Gebäuden stehen. Um die hohen Ansprüche an eine ausgezeichnete Energieeffizienz, zuverlässige Dichtigkeit und langlebige Stabilität der Structural-Glazing-Fassade zu erfüllen, wurden die Glaselemente mit der Warmen Kante des Herstellers H.B. Fuller | KÖMMERLING ausgerüstet. Dieses Abstandhaltersystem zeichnet sich durch seine außerordentliche Gasdichtigkeit und Langlebigkeit aus, selbst bei extremen Temperaturunterschieden. Grundlage dafür ist der besondere Aufbau der Warmen Kante: Sie besteht aus nur einem Dichtstoff, der per Roboter vollautomatisch aufgetragen wird und sich chemisch sowohl mit der Glasoberfläche als auch mit der Silikonsekundärversiegelung verbindet. Dadurch „verschmilzt“ der gesamte Randverbund zu einer flexiblen und belastbaren Einheit mit höchster Energieeffizienz und maximaler Lebensdauer. Gleichzeitig erzeugt die exakte Applikation des schwarzen Dichtstoffs eine unvergleichlich klare Optik: Die Isoliergläser weisen keinerlei Versatz der Warmen Kante auf und bieten einen ungestörten Durchblick, da durch den schwarzen Randverbund keine störenden Lichtreflektionen im Scheibenzwischenraum entstehen können.

 

Als Teil der vollflächigen Glasfassaden trägt das Warme-Kante-System von H.B. Fuller | KÖMMERLING entscheidend zu der energieeffizienten und nachhaltigen Architektur des CIBC Square bei und zeigt, wie innovative und umweltschonende moderne Glasarchitektur realisiert werden kann.

 

Bautafel:

Projekt: CIBC Square, Toronto, Kanada

Bauherr: Ivanhoé Cambridge / Hines

Architekturbüro Design: Wilkinson Eyre Architects (WEA)

Architekturbüro Ausführung: Adamson Associates Architects

Fertigstellung: 2024

Nutzung: Banken, Büros, Konferenzen, Gastronomie, Kultur, Park

Fassadenbau: SOTAWALL, Tagg Industries

Glaselemente: VIRACON®

Abstandhaltersystem: Warme Kante von H.B. Fuller | KÖMMERLING

Über H.B. Fuller | KÖMMERLING

Seit 2017 ist die Kömmerling Chemische Fabrik GmbH als H.B. Fuller | KÖMMERLING Teil des US-amerikanischen Klebstoffkonzerns H.B. Fuller. Der weltweit größte Anbieter von Kleb- und Dichtstoffen deckt mit den drei Geschäftsfeldern Engineering Adhesives, Construction Adhesives sowie Hygiene, Health and Consumable Adhesives vielseitige und anspruchsvolle Kleb- und Dichtstoffanwendungen ab, die in einer Reihe von Branchen wie Elektronik, Hygiene, Medizin, Transport, Bau und Erneuerbare Energien eingesetzt werden. Der internationale Konzern erzielt einen Umsatz von rund 3 Milliarden US-Dollar und betreut mit 6.500 Mitarbeitern Kunden in mehr als 125 Ländern. Der Standort Pirmasens wurde zum „Technology Center of Excellence“ für Isolierglasanwendungen und ist damit für Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Anwendungsfelder sowie das Vorantreiben der vorhandenen Expertise verantwortlich.

In Kanadas Millionencity Toronto entsteht mit dem nachhaltig geplanten CIBC Square zurzeit eines der interessantesten und größten Bauprojekte der Stadt.
Bildnachweis: H.B. Fuller | KÖMMERLING
In Kanadas Millionencity Toronto entsteht mit dem nachhaltig geplanten CIBC Square zurzeit eines der interessantesten und größten Bauprojekte der Stadt. Bildnachweis: H.B. Fuller | KÖMMERLING
Beim Bau der charakteristischen Fassaden kam das energieeffiziente Warme-Kante-System des Kleb- und Dichtstoffherstellers H.B. Fuller | KÖMMERLING zum Einsatz. Bildnachweis: Richard Johnson
Beim Bau der charakteristischen Fassaden kam das energieeffiziente Warme-Kante-System des Kleb- und Dichtstoffherstellers H.B. Fuller | KÖMMERLING zum Einsatz. Bildnachweis: Richard Johnson
Die beiden hoch aufragenden gläsernen Türme werden zukünftig die Skyline des kanadischen Wirtschaftszentrums Toronto prägen. Bildnachweis: Richard Johnson
Die beiden hoch aufragenden gläsernen Türme werden zukünftig die Skyline des kanadischen Wirtschaftszentrums Toronto prägen. Bildnachweis: Richard Johnson

Weitere Informationen und Belegexemplar an:

Kömmerling Chemische Fabrik GmbH
Alexandra Rohr

Zweibrücker Str. 200
D-66954 Pirmasens

E-Mail: marketing.koe@hbfuller.com
www.koe-chemie.de

Bildnachweis: Kömmerling Chemische Fabrik

Noch mehr Licht im Haus: So gelingen Fensterbauern gläserne Fassaden

Bauen mit Glas liegt im Trend. Kein anderes Baumaterial bewirkt eine derart optische Leichtigkeit. Deswegen wünschen sich immer mehr Bauherren gläserne Fassaden. Für Fensterbauer stellen die Fenster in Übergröße eine Herausforderung dar. Mit demWarme-Kante-System und den Produkten für Direct Glazing von H.B. Fuller | KÖMMERLING lassen sich die Wünsche der Kunden einfach und sicher umsetzen. Ein Neubau im Saarland zeigt, was mit den Kleb- und Dichtstoffen möglich ist.

Wo früher Fenster kleine Öffnungen in der Hauswand waren, um etwas Licht und Luft hereinzulassen, setzt man heute auf ganze Fassaden aus Glas. Häufig werden die riesigen Fenster so eingebaut, dass sich Natur und Wohnraum optisch miteinander verbinden. Viel Licht, ein schöner Ausblick, natürliche Wärme – diese Argumente lassen Bauherren immer häufiger zum Baustoff Glas greifen. Mit den Kleb- und Dichtstoffen von H.B. Fuller | KÖMMERLING steht gläsernen Fassaden nichts mehr im Weg.

 

Verglasung über mehrere Etagen hinweg

Die riesigen Fensterfronten in einem Neubau im Saarland wurden mit den Produkten von H.B. Fuller | KÖMMERLING realisiert. In dem modernen Einfamilienhaus sorgen 186 Quadratmeter Glasfläche für lichtdurchflutete Räume. Teilweise ist die Fassade über zwei Stockwerke hinweg komplett verglast. In den Scheiben kam das Warme-Kante-System KÖDISPACE 4SG zum Einsatz. Der thermoplastische Abstandhalter ersetzt Abstandhalterprofil, Trockenmittel und Primärdichtstoff. Bauherren profitieren von zahlreichen Vorteilen: KÖDISPACE 4SG ist aufgrund der Flexibilität des Materials in der Lage, die kontinuierlich auf eine Isolierglaseinheit wirkenden Belastungen durch Temperatur, Druck oder Wind perfekt zu kompensieren. Dadurch sind Fenster- und Fassadenelemente dauerhaft dicht und eine gleichbleibend hohe Energieeffizienz ist sichergestellt. Aufgrund der mattschwarzen Farbe des Abstandhaltersystems spiegelt sich der Fensterrahmen im Scheibenzwischenraum und löst ihn optisch auf. Dank des deckungsgleichen Randverbunds ist keinerlei Versatz an den Kanten zu sehen. Außerdem lässt sich jede gewünschte Scheibenform anfertigen, wodurch Fensterbauer ihren Kunden auch außergewöhnliche Glaslösungen anbieten können.

 

Bessere Statik, besserer Schutz

Die größte Scheibe in dem Einfamilienhaus in Homburg ist circa 2,4 auf 3,4 Meter groß. Damit solche Fensterfronten statisch überhaupt möglich sind, muss das Fenster eine gewisse strukturelle Stabilität aufweisen. Diese Stabilität wird durch die Direktverklebung des Isolierglases im Fensterflügel geschaffen, das Direct Glazing. In dem Neubau wurden die Fenster mit den Ködiglaze-Klebstoffen von H.B. Fuller | Kömmerling verklebt. Durch dieses Verfahren ist die Verklotzung der Scheiben nahezu überflüssig, die gesonderte Befestigung der Glasleisten entfällt. Bei Bauherren spricht außerdem der erhöhte Einbruchschutz für den Einsatz geklebter Fenster, da die Ansatzpunkte zwischen Glas und Rahmen für das Aufhebeln eliminiert werden. Zudem bietet die Rundum-Verklebung eine bessere Dämmung und einen stärkeren Schallschutz.

 

Unabdingbar für die Haltbarkeit der Klebung ist die Verträglichkeit mit allen Kontaktstoffen im und um das Fenster herum, also Rahmen, Glas, Dichtstoffen, Lacken, Lasuren, Primern und Klötzen, aber auch mit der Warmen Kante im Isolierglas. Vor jeder Verklebung muss demnach ein funktionierendes System aus allen beteiligten Komponenten zusammengestellt werden. Fensterbauer können bei den Produkten von H.B. Fuller | Kömmerling auf diese Verträglichkeit vertrauen.

Hell und einladend: Die Glasfassaden lassen viel Licht und Sonne in die Räume des Einfamilienhauses im Saarland.
Hell und einladend: Die Glasfassaden lassen viel Licht und Sonne in die Räume des Einfamilienhauses im Saarland.
Durch die Kombination aus KÖDISPACE 4SG und Direct Glazing können gläserne Fronten ohne Probleme einfach realisiert werden.
Durch die Kombination aus KÖDISPACE 4SG und Direct Glazing können gläserne Fronten ohne Probleme einfach realisiert werden.
In dem Neubaugebäude ist die Fassade teilweise über zwei Stockwerke hinweg komplett verglast.
In dem Neubaugebäude ist die Fassade teilweise über zwei Stockwerke hinweg komplett verglast.
Mit dem schwarzen butylbasierten Warme-Kante-System KÖDISPACE 4SG spiegelt sich der Fensterrahmen im Scheibenzwischenraum und löst ihn optisch auf.
Mit dem schwarzen butylbasierten Warme-Kante-System KÖDISPACE 4SG spiegelt sich der Fensterrahmen im Scheibenzwischenraum und löst ihn optisch auf.

Über H.B. Fuller | KÖMMERLING

Seit 2017 ist die Kömmerling Chemische Fabrik GmbH als H.B. Fuller | KÖMMERLING Teil des US-amerikanischen Klebstoffkonzerns H.B. Fuller. Der weltweit größte Anbieter von Kleb- und Dichtstoffen deckt mit den drei Geschäftsfeldern Engineering Adhesives, Construction Adhesives sowie Hygiene, Health and Consumable Adhesives vielseitige und anspruchsvolle Kleb- und Dichtstoffanwendungen ab, die in einer Reihe von Branchen wie Elektronik, Hygiene, Medizin, Transport, Bau und Erneuerbare Energien eingesetzt werden. Der internationale Konzern erzielt einen Umsatz von rund 3 Milliarden US-Dollar und betreut mit 6.500 Mitarbeitern Kunden in mehr als 125 Ländern. Der Standort Pirmasens wurde zum „Technology Center of Excellence“ für Isolierglasanwendungen und ist damit für Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Anwendungsfelder sowie das Vorantreiben der vorhandenen Expertise verantwortlich.

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Kömmerling Chemische Fabrik GmbH
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Bildnachweis: Michael Ruder

Butterfly-Planeten-Mischer gestern angekommen – Lieferung durch das Hallendach – Inbetriebnahme für Herbst geplant

Bei Kömmerling-Chemie ist es manchmal wie in einer Bäckerei, nur in groß und chemisch. Da werden verschiedene Zutaten in eine Teigmaschine gegeben, durchgemischt und am Ende kommt ein Produkt raus, das verkauft wird. Eine solche Teigmaschine, ebenfalls in groß und in chemisch, wurde gestern in die Zweibrücker Straße geliefert.

Natürlich spricht Kö-Chemie nicht von einer Teigmaschine, sondern von einem Butterfly-Planeten-Mischer. Butterfly (das englische Wort für Schmetterling), weil die Knethaken in Form eines Schmetterlings gebaut sind. Planeten, weil sie sich ähnlich wie die Himmelskörper sowohl um einen zentralen Punkt, als auch um sich selbst drehen. Mit einem Kran wurde der Mischer am Morgen über das Dach in die Produktionshalle gehievt. Dort wird zeitnah mit den Installationsarbeiten begonnen. Dazu gehört auch die Einrichtung der Elektrik und die Montage der Rohre für die Energieversorgung und die Flüssigrohstoff-Anbindung.

Beim Bäcker ist es Mehl und Wasser, was als Basis in den Mischer kommt, bei Kö-Chemie sind es Polymere. Statt Salz, Hefe oder andere Zutaten, kommen beim Traditionsunternehmen Füllstoffe, Farben oder Katalysatoren in den großen, 1.300 Liter fassenden Rührkessel, der unter den Mischer gefahren werden kann. Das ergibt eine sehr dickflüssige Substanz, die von der 20 Tonnen schweren Maschine kräftig durchgemischt wird. Am Ende des Mischvorgangs entstehen so genannte MS-Polymere oder Hybrid-Klebstoffe. Die werden in Kartuschen oder in wurstähnliche Schlauchfolien gepackt. Gebraucht werden diese Materialien vor allem in der Automobilindustrie, etwa zum Dichten von Kühlanhängern oder zum Verkleben von Bus und Autoteilen (siehe Hintergrund).

Rund zwei Jahre vergingen von der Planung bis zur gestrigen Anlieferung des Butterfly-Planeten-Mischers. Wo der Bau dieser Maschine in Auftrag gegeben wurde, möchte Dr. Knut Göke, Leiter des Produktmanagements bei Kö-Chemie, nicht verraten. Die Kosten hingegen schon: „350 000 Euro von der Idee bis zur Installation“. Die Inbetriebnahme der Maschine, die von einem einzigen Mitarbeiter bedient werden kann, ist für Oktober geplant.

Dann beginnt auch das neue Geschäftsjahr des Unternehmens. Rund fünf Millionen Euro seien im letzten Jahr investiert worden, schwerpunktmäßig in die Effizienz und Produktivität des Betriebs. Dies soll sich künftig ändern, auch wenn in etwa jährlich die gleiche Investitionssumme geplant ist. „Wir sind momentan gut ausgelastet, deswegen liegt unser Fokus künftig auf der Kapazitätserweiterung“, steht für Göke nicht mehr das „Wie“ sondern das „Wie viel“ im Vordergrund. Und weil die Firma auf dem Betriebsgelände platzmäßig etwas begrenzt sei, wurde die Produktionshalle mit einer zweiten Etage in die Höhe erweitert. „Wir haben noch einige weitere Themen auf unserer Agenda, aber alles zu seiner Zeit“, möchte sich Göke nicht in die Karten schauen lassen. (pci)

Quelle: Pirmasenser Zeitung, Donnerstag 4. August 2016

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Maßarbeit: Der neue Butterfly-Planeten-Mischer der Kömmerling-Chemie wurde gestern mit einem Kran durch das Dach in die Produktionshalle gehievt. (Foto: Kömmerling-Chemie)

Hintergrund

Kleben macht Schlank

Kö-Chemie liefert der Automobilindustrie Klebstoffe. Der Vorteil des Klebens liegt vor allem in der Gewichtsreduktion. „Jedes Kilo, das beim Bau eines Lasters gespart wird, kann später mit hintendrauf gepackt werden“, erklärt der Produktmanagementleiter bei Kö-Chemie. Klebstoff habe aber noch weitere Vorteile: „Wo Klebstoff statt Nieten verwendet werden, kann kein Rost entstehen“, weiß der Experte. Außerdem verteile sich die Spannung bei geklebten Teilen auf die gesamte Fläche. In modernen Autos befänden sich heute etwa 15 bis 18 Kilo Klebesubstanzen, in einem Lasteranhänger um die 200 Kilo. Trotz des hohen Anteils sinkt dadurch das Gesamtgewicht im Vergleich zu anderen Bauweisen. (pci)

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Kömmerling Chemische Fabrik GmbH
Zweibrücker Str. 200
66954 Pirmasens
Tel: +49 6331 56-2330
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Die Kömmerling Chemische Fabrik hat einen sogenannten Butterfly-Planeten-Mischer angeschafft. Um dieses 20 Tonnen schwere Gerät in die Produktionshalle zu bekommen, musste es mit einem Kran durch das Hallendach gehievt werden.

Wie Knut Göke, Leiter Produktmanagement und Marketing, sagte, habe man für den Mischer inklusive Einbau 350.000 Euro investiert. Das Gerät habe ein Fassungsvermögen von 1300 Liter und soll pro Jahr 1400 bis 2000 Tonnen Klebstoff herstellen.

Der Mischer stellt Materialien wie MS-Polymere oder Hybrid-Klebstoffe her, die vor allem in der Autoindustrie eingesetzt werden. Solche Produkte habe man auch bisher schon im Angebot, aber nun könne man sie in einer höheren Dichte herstellen. „Die neuen Produkte sind sehr dickflüssig, weshalb sie richtig gut durchgerührt werden müssen“, erklärte der Produktmanager. Deshalb habe man den Mischer als Sonderausführung bauen lassen. Die Klebstoffe kämen bei Kühlfahrzeugen, Lkw, Pkw, Bussen, Reisemobilen und Wohnwagen zum Einsatz. Durch den Wegfall von Nieten und Schrauben spare man Gewicht, könne besser abdichten und die Klebungen seien langlebiger, da man keine Roststellen durch Verschraubungen oder Nieten habe.

„In den letzten Jahren wurde schwerpunktmäßig in Effizienz und Produktivität investiert. Nun liegt der Fokus auf der Kapazitätserweiterung“, sagte Göke. Im vergangenen Geschäftsjahr (von Oktober bis September) habe man fünf Millionen Euro investiert und werde in den nächsten Jahren in dieser Größenordnung weitermachen. „Vielleicht auch etwas mehr“, bemerkte Göke. Zurzeit sei man ziemlich gut ausgelastet, setze daher auf Kapazitätserweiterung./bcr

Quelle: Die Rheinpfalz - NR. 180, Donnerstag 4. August 2016

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Durch das Dach schwebt der 20 Tonnen schwere Butterfly-Planeten-Mischer der Kömmerling Chemische Fabrik in die Halle. (Foto: Knut Göke/Frei)

Kömmerling Chemie bleibt mit H.B. Fuller auf Wachstumskurs - Geschäftsführer: Fuller plant langfristig mit Pirmasens

Die "Kö Chemie" bleibt auch unter neuer Flagge auf Wachstumskurs. Der Hersteller von Kleb- und Dichtstoffen konnte seinen Umsatz 2018 erneut steigern und hat in Pirmasens weiter investiert. Die H.B. Fuller-Gruppe, zu der die Kömmerling Chemische Fabrik GmbH seit Oktober 2017 gehört, plane langfristig mit ihnen, versicherte Kömmerling-Geschäftsführer Bernd Helfrich gestern.

Für Kömmerling war die Übernahme durch den US-amerikanischen Konzern H.B. Fuller 2017 nicht der erste Verkauf; erst zwei Jahre zuvor hatte es einen Eigentümerwechsel gegeben. "Kö"-Geschäftsführer Bernd Helfrich hatte sich aber auch beim jüngsten Verkauf zuversichtlich gezeigt, dass der leistungsstarke Standort Pirmasens weiter wachsen könne. Der Name H.B. Fuller war freilich in Pirmasens bereits bekannt durch weniger gute Nachrichten: 2011 hatte Fuller den - auf der anderen Straßenseite arbeitenden - Schweizer Klebstoffhersteller Forbo übernommen, dessen Pirmasenser Werk allerdings 2014 geschlossen. Ein Jahr nach der Übernahme bestätigt nun die Entwicklung bei Kömmerling Chemie deren Geschäftsführer in seiner Zuversicht. Die von Fuller vermittelte Botschaft an die "Kö"-Mitarbeiter laute, dass man langfristig mit ihnen plane, betonte Helfrich gestern. So verantworte der Standort Pirmasens nun kommerziell und technisch das weltweite Geschäft mit Isolierglasdichtstoffen von Kömmerling und Fuller und sei zum globalen Kompetenzzentrum aufgewertet worden. Und das Fuller-Geschäft mit Klebstoffen für den Transportbereich sei unter Kömmerling-Führung organisatorisch neu aufgestellt worden.

Darüber hinaus werde es Veränderungen geben, die sich aus den Stärken einzelner Fuller-Standorte ergeben hätten. Bis Anfang 2020 sollten Kapazitäten aus dem Wachstumsbereich der Reaktiven Klebstoffe aus Frankreich nach Pirmasens verlagert werden; im Gegenzug werde der kleine und nicht mehr wachsende Pirmasenser Bereich der Lösemittelklebstoffe einem elsässischen Werk zugeordnet. Helfrich geht davon aus, dass sich die Verlagerungen in Mengen ausgleichen werden. Bei der Beschäftigung strebe man dies ebenfalls an.

Erhöht hat Kömmerling im Geschäftsjahr 2017/2018 (zum 30. September) seinen Umsatz nach vorläufigen Angaben auf 181 Millionen Euro. Und weiter investiert. So flossen nicht nur zwei Millionen Euro in die Fertigungstechnologie in Pirmasens, wo 2018 ein neuer Kneter für Isolierglasdichtstoffe in Betrieb ging. Für die Logistik wurden 2017/2018 drei Millionen Euro ausgegeben: Siloanalgen im Stammwerk wurden erweitert, vor allem aber das Logistikzentrum auf dem Staffelhof. Dort wurde eine zweite, 2400 Quadratmeter große Halle für die Verpackungen gebaut, die bisher in einem externen Lager in Thaleischweiler-Fröschen untergebracht waren. Damit, so Helfrich, habe man die Verpackungsanlieferung in die Fertigung integriert und erspare sich Fahrten. Allein 2017 wurden vom Gelände auf dem Staffelhof 230 Überseecontainer mit "Kö"-Produkten auf die Reise geschickt. 15000 Tonnen werden hier jährlich umgeschlagen. 15 Mitarbeiter sind dort tätig; am Hauptsitz Pirmasens sind es 356, 21 mehr als vor zwei Jahren, wobei es laut Helfrich immer schwieriger wird, für die Produktion Leute zu finden.

Für weiteres Wachstum wäre auf dem Staffelhof übrigens noch Platz. Auch eine dritte Halle käme auf dem 17.000 Quadratmeter großen Gelände unter. Dies wäre aber nur eine Option. In der Zweibrücker Straße gäbe es - neben der der Liegenschaft Profine/Kö Chemie - noch eine: die ehemalige Forbo-Liegenschaft, die H.B. Fuller gehört. Ob und wie sie diese nutzen könnten, so Helfrich, werde gerade geprüft.

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von Mechthild Treusch

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Quelle: Die Rheinpfalz - Donnerstag, 18. Oktober 2018

Bernd Helfrich, Geschäftsführer KÖMMERLING CHEMISCHE FABRIK GMBH

Kö-Chemie hat gutes Geschäftsjahr hinter sich – Über 172 Millionen Euro Umsatz

Es war erneut ein gutes Geschäftsjahr für die Kömmerling Chemische Fabrik GmbH. Das geht aus einem Bericht hervor, den Geschäftsführer Bernd Helfrich gestern vorlegte. Das Unternehmen hat beim Umsatz deutlich zugelegt, nicht zuletzt aufgrund des englischen Standortes in Preston bei Manchester. Doch auch in Pirmasens läuft es gut, hier soll im aktuellen Geschäftsjahr kräftig investiert werden.

Eine Kömmerling-Mitarbeiterin bei der Herstellung von Klebstoff. Die Firma ist laut Geschäftsführer Bernd
Helfrich Technologie-Marktführer in der Branche.
Eine Kömmerling-Mitarbeiterin bei der Herstellung von Klebstoff. Die Firma ist laut Geschäftsführer Bernd
Helfrich Technologie-Marktführer in der Branche.

172,6 Millionen Euro Umsatz stehen zusammengenommen bei allen europäischen und asiatischen Standorten unterm großen Strich. Das bedeutet eine Steigerung von zehn Prozent im abgeschlossenen Geschäftsjahr, das von 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 gerechnet wird. Vor Steuern steht ein Gewinn von 14,3 Millionen Euro in den Geschäftsbüchern. Die Hälfte des Umsatzwachstums geht laut Helfrich auf den Standort Preston zurück. In der nordwestenglischen Stadt hat der Dicht- und Klebstoffhersteller im April 2015 die Firma Chemical Innovation übernommen, die in diesem Fiskaljahr erstmals voll durchschlage. Dort wird die Cilbond-Produktreihe produziert, Haftvermittler, die bei Gummi-Metall-Verbindungen eingesetzt werden. Die andere Hälfte sei auf klassisches organisches Wachstum zurückzuführen. In den USA und Asien hätten vor allem Isolierglasdichtstoffe – rund 52 Prozent des Umsatzes gehen auf dieses Geschäftsfeld zurück – zugelegt, in Deutschland sorgten vor allem Klebstoffe für Fahrzeuge und Industrieanwendungen für klingelnde Kassen. Etwas weniger als ein Drittel des Umsatzes macht Kö-Chemie in deutschen Landen.

Hierzulande betreibt Kö-Chemie noch einen Produktionsstandort im niedersächsischen Langelsheim, gesteuert wird das global agierende Unternehmen aber von Pirmasens aus. Dass die amerikanische Muttergesellschaft Royal Adhesives & Sealants und der Investor American Securities das so sehen, freut Helfrich: „Das ist ein Vertrauensbeweis und stärkt den Standort.“ Froh ist er auch darüber, dass für das aktuelle Geschäftsjahr das Investitionsbudget für alle europäischen Standorte von fünf auf acht Millionen Euro erhöht worden ist. Der Schwerpunkt dabei ist Pirmasens mit rund 75 Prozent des Volumens. Investiert wird das Geld in Silo- und Produktionsanlagen sowie in die Prüf- und Messtechnik. Auch die Kapazität soll erweitert werden. „Wir sind trotz beengtem Platz gewachsen, haben jetzt aber einen Punkt erreicht, an dem investiert werden muss“, begründet Helfrich die angedachte Verdoppelung der Lagerkapazität auf dem Staffelhof. Das 17 000 Quadratmeter große Gelände sei gering bebaut und auf Erweiterung ausgelegt. Es sei theoretisch auch möglich, Teile der Produktion dorthin zu verlegen. Im Frühjahr sollen die Arbeiten dafür beginnen. In Pirmasens verdienen 335 Mitarbeiter bei Kö-Chemie ihre Brötchen, weltweit sind es 463.

Ein Großteil des Budgets 2017 wird in Pirmasens investiert

 

Die Muttergesellschaft, so Helfrich, hat gesehen, dass die Wachstumsstrategie aufgegangen ist. Deshalb gebe es auch für das kommende Finanzjahr „ehrgeizige Wachstumspläne“, die 180-Millionen-Marke beim Umsatz soll geknackt werden. Bernd Helfrich sieht Kömmerling auf einem guten Weg. Das Unternehmen bewege sich in Märkten, die Wachstumspotenziale hätten. Die aktuellen Geschäftszahlen würden das belegen, denn im Vergleich zu 2016 hätte Kö-Chemie bereits zugelegt. Dennoch sei das Vorhaben kein Selbstläufer: Der Brexit und die politischen Rahmenbedingungen in den USA unter Präsident Donald Trump seien Risiken, die man zu spüren bekommen könnte. In Großbritannien sei die Nachfrage bereits etwas gedämpft und auch die angedrohten Zölle in Amerika würden das Unternehmen treffen, gibt Helfrich zu. Ein wichtiges Ziel sei auch, sich als starke Arbeitgebermarke darzustellen. Dafür habe die Firma ihren Internet-Auftritt überarbeitet. „Man muss ja der Webseite nicht ansehen, dass wir 120 Jahre alt sind“, scherzt Helfrich. (pci).

Quelle: Pirmasenser Zeitung, Samstag, 11. Februar 2017

Die „Kö Chemie“ bleibt eine stabile Größe für die Region: Der Hersteller für Kleb- und Dichtstoffe hat 2016 Umsatz und Ergebnis erneut gesteigert und wird in diesem Jahr den Standort Pirmasens weiter stärken. Etwa sechs Millionen Euro sollen fließen: in Produktion, Anwendungstechnik und Service sowie in die Erweiterung der Logistik.

Die Kömmerling Chemische Fabrik GmbH bleibt auf Wachstumskurs: Im Geschäftsjahr 2015/16, das zum 30. September 2016 endete, konnte die Gruppe ihren Umsatz aus den europäischen und asiatischen Aktivitäten um zehn Prozent steigern auf 172,6 Millionen Euro, das Ergebnis verbesserte sich gar um über 20 Prozent. Für Geschäftsführer Bernd Helfrich hängt dieser Erfolg auch damit zusammen, dass das Unternehmen mit seinen Kleb-und Dichtstoffen in einem Wachstumsbereich agiert. Leichter, leiser, energieeffizienter – das sei der Trend, der der Branche weiteres Wachstum ermögliche. Nur ein Beispiel ist für Helfrich der Transportbereich: Während vor etwa zehn Jahren noch fünf Kilogramm Klebstoff in einem Auto verbaut wurden, sei es heute mehr als das Doppelte.

Entscheidend für den Erfolg sind für Helfrich aber weitere Faktoren: dass sie Kunden maßgeschneiderte und innovative Lösungen anböten, dass sie international auch mit Service vertreten seien, dass die Mitarbeiter engagiert bei der Sache seien.

Die positive Entwicklung schlägt sich nieder in einer weiteren Stärkung des Standortes Pirmasens, der innerhalb der US-Muttergesellschaft Royal bereits federführend die weltweite Vermarktung für Isolierglasstoffe und für Technologien im Bereich Erneuerbare Energien verantwortet. Schon 2016 wurden fünf Millionen Euro investiert an Standorten der Kömmerling-Gruppe, zu der Produktionen in Pirmasens und Langelsheim gehören sowie jeweils ein Betrieb in Großbritannien und in China. Für 2017 sei das Investitionsbudget erhöht worden auf acht Millionen Euro, so Helfrich. Davon sollen ungefähr Dreiviertel nach Pirmasens fließen, also etwa sechs Millionen Euro.

Investiert werde in Pirmasens im Produktionsbereich in Silo- und Produktionsanlagen, aber auch in neue Prüf- und Messtechnik. Damit soll nicht nur die Kapazität, sondern auch die Innovationsfähigkeit weiter erhöht werden, wie Helfrich erläutert. Denn ihr Ziel sei es, im engen Dialog mit dem Kunden herauszufinden, welches maßgeschneiderte Produkt er benötige. Dafür würden auch Anwendungstechnik und technischer Service weiter ausgebaut, nachdem dort bereits 2016 leicht aufgestockt worden sei.

Geplant ist außerdem eine „deutliche Erweiterung“ des Lagers auf dem Staffelhof. Dort stehen auf eigenem Gelände 17.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, die bislang nur in geringem Umfang bebaut sei, so Helfrich. In einem ersten Schritt werde in diesem Jahr die Fertigwaren-Logistik erweitert. Damit will das Unternehmen auch der zunehmenden Raumnot in der Zweibrücker Straße begegnen. Bereits jetzt unterhält Kömmerling Außenstandorte, etwa in Thaleischweiler-Fröschen und bei Speditionen.

Der Erfolg spiegelt sich ebenfalls im personellen Bereich wider: In Pirmasens wurde die Belegschaft 2016 um 15 neue Mitarbeiter aufgestockt auf nun 335 (inklusive Holding). Darunter sind vier Auszubildende, vier weitere sollen in diesem Jahr eingestellt werden, zwei Industriekaufleute und zwei angehende Wirtschaftsingenieure.

Nachwuchsprobleme hat das Unternehmen nicht, zumindest nicht im technischen Bereich. „Wir schaffen es sehr gut, technisch hoch qualifizierte Personen für unser Unternehmen zu finden“, stellt Helfrich fest. Da hätten sich auch der neue Internetauftritt und die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen bewährt. Schwierig sei es allerdings, Nachwuchs für Produktion und Logistik zu finden – da gebe es nur wenig Bewerbungen. Was die demografische Entwicklung angeht, ist der Geschäftsführer zuversichtlich: Immerhin hätten sie es geschafft, den Altersdurchschnitt von knapp 50 auf 46 Jahre zu senken.

Zuversichtlich fällt ebenfalls sein Ausblick aufs laufende Jahr aus. In den ersten vier Monaten lägen sie leicht über Vorjahr, sagt Helfrich. Für das gesamte Jahr gingen sie von einem Wachstum aus. Allerdings gebe es Risiken. Etwa Preissteigerungen bei Rohstoffen, die sie nicht weitergeben könnten. Und politisch bedingte Unwägbarkeiten. Unklar sei etwa, wie sich die Nachfrage in Großbritannien angesichts des beschlossenen EU-Austritts entwickele. Und wie die Wirtschaftspolitik der USA aussehe – derzeit immerhin eine der stärksten Wachstumsregionen für Kö. |tre

Quelle: Rheinpfalz, Samstag, 11. Februar 2017

Die KÖMMERLING CHEMISCHE FABRIK GMBH, seit vergangenen Oktober Konzernmitglied des weltweit agierenden amerikanischen Klebstoffkonzerns H.B. Fuller, baut seine Produktionskapazitäten am Standort Pirmasens weiter aus.

Im Zuge der notwendigen Erweiterung seiner Produktion Isolierglasdichtstoffe, die für den Bereich Warme Kante der Herstellung hoch energieeffizienter Isoliergläser dienen, hat der Pirmasenser Hersteller nunmehr eine weitere Investition in einen sehr leistungsfähigen Kneter getätigt. „Die zusätzliche Vermarktung unserer Dichtstoffe durch die globale Vertriebsstruktur von H.B. Fuller eröffnet uns neue Wachstumsperspektiven“, gibt sich Geschäftsführer Bernd Helfrich zuversichtlich bezüglich der zukünftigen Auslastung der neuen Maschine.

Um die eigens für Kömmerling konzipierte Anlage im Wert von 1,3 Millionen Euro an Ihrem Bestimmungsort zu platzieren, musste zuvor ein Teil des Hallendachs entfernt werden. Mit Hilfe eines Spezialkrans wurde die 30 Tonnen schwere Maschine in einer sehenswerten Aktion vom Transporter durch die Dachöffnung gehievt.

„Durch die Zusammenführung der Isolierglasaktivitäten von H.B. Fuller in Nordamerika mit den Geschäften von Kömmerling in Europa und Asien ist nunmehr der weltweit größte und technologieführende Dichtstoffanbieter in diesem Marktsegment entstanden“, erklärt Bernd Helfrich. Der weitere Ausbau des Standorts Pirmasens mit neuester Technologie sichert die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und dient der Festigung der führenden Marktposition.

Mit Hilfe eines Spezialkrans wurde die 30 Tonnen schwere Maschine in einer sehenswerten Aktion vom Transporter durch die Dachöffnung gehievt.
Mit Hilfe eines Spezialkrans wurde die 30 Tonnen schwere Maschine in einer sehenswerten Aktion vom Transporter durch die Dachöffnung gehievt.

Lehrer bilden sich in der Kunst des Klebens für "fesselnden" Unterricht fort

Klebstoff ist die Verbindungstechnik des 21. Jahrhunderts. Wie man seine chemischen und physikalischen Eigenschaften in Experimenten vermitteln kann, ließen sich 22 Lehrer am 04. und 05. April in Pirmasens zeigen. Am dortigen Campus der Hochschule Kaiserslautern übernahmen Klebstoff-Experten der ansässigen Kömmerling Chemische Fabrik GmbH, der Technischen Universität Dortmund und des Fraunhofer Instituts aus Bremen die fachliche Betreuung.

Pirmasens. In mehreren Impulsvorträgen erfuhren 22 Lehrer alles über das Kleben, das als die Verbindungstechnik des 21. Jahrhunderts gilt. Hochleistungs-Klebstoffe werden in vielen Bereichen eingesetzt, vom Smartphone bis zum Windrad. Geklebte Rotorblätter müssen beispielsweise extreme Belastungen aushalten, wie Wind von 300km/h Spitzengeschwindigkeit, eisige Temperaturen oder Sommerhitze. Das sorgte auch bei den Schülerinnen, Schülern und Studierenden für Staunen, die zum Vortrag auf den Campus kamen.

Fesselndes Thema

Nach den Vorträgen testeten die Lehrer im Labor der Hochschule viele Klebstoff-Versuche für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Auch Dr. Knut Göke findet das Thema fesselnd. Seit 17 Jahren arbeitet er mit diesem Material und ist immer wieder fasziniert über die unendlich vielen Einsatzmöglichkeiten von Klebstoffen.

Der Leiter des Produktmanagements sagte: „Ich freue mich, das Fachwissen an Lehrer weiterzugeben. Wenn sie spannende Experimente im Unterricht machen, wecken sie das Interesse der Schüler an den Naturwissenschaften. Und davon profitieren wir, denn wir suchen immer nach geeigneten Nachwuchskräften.“ Daher war auch Kömmerling-Personalleiter Wolfgang Heidenreich vor Ort, der für Nachfragen über die beruflichen Möglichkeiten in der Klebstoff-Industrie bereitstand.

Spannender Unterricht ist wichtig 

Organisiert wurde die Lehrerfortbildung, die komplett ausgebucht war, von den Chemieverbänden Rheinland-Pfalz. Deren Vertreterin Dr. Christine von Landenberg freute sich über das Interesse: „Alltägliches kann so spannend sein, wenn man es von einer naturwissenschaftlichen Perspektive aus betrachtet. Chemische und physikalische Phänomene umgeben uns überall. Spannender Schulunterricht macht die Zusammenhänge sichtbar.“

Berufliche Wege betrachten 

Wer sich für technische oder naturwissenschaftliche Zusammenhänge interessiert, dem stehen über 60 Berufe in der Chemie-, Pharma- und Kunststoffverarbeitenden Branche offen. In Rheinland-Pfalz ist die Chemie die umsatzstärkste Branche. Allein 2016 haben 1.463 junge Menschen dort eine Ausbildung begonnen. Aber die Zahl der unbesetzten Stellen steigt. Besonders der Kernberuf Chemikant kämpft mit rückgehenden Bewerberzahlen. Auch Kömmerling sucht MINT-begeisterte Auszubildende; besonders für ein duales Studium im Fach Wirtschaftsingenieurwesen. Freie Stellen der Chemieunternehmen finden sich auf www.elementare-vielfalt.de, und der Chemie-Blog www.chemie-azubi.de erlaubt einen Blick hinter den Werkszaun der Betriebe.

Quelle: Arbeitgeberverband Chemie - Diese Pressemitteilung finden Sie auch zum Download unter www.chemie-rp.de
Fotograf: Marcel Hasübert, mh-foto.de
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Hintergrundinformation:

Die Chemieverbände Rheinland-Pfalz sind eine Gemeinschaft des Arbeitgeberverbandes Chemie Rheinland-Pfalz e.V. und des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Sie vertreten die wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen ihrer rund 180 Mitgliedsunternehmen. Mitglieder sind Unternehmen der chemischen Industrie oder chemienaher Ausrichtung mit Sitz in Rheinland-Pfalz.

 

Schüler vom „Tag der Chemie“ in der Hochschule begeistert

Artikel der Pirmasenser Zeitung

Artikel der Pirmasenser Zeitung

Ist Pirmasens eine Alternative für Berufsanfänger oder müssen sie Pirmasens verlassen? Müssen sie studieren oder bringt auch eine gute Ausbildung vor Ort einen guten Job? Das sind Fragen, die sich Schülerinnen und Schüler stellen müssen. Damit hier eine richtige Antwort gefunden werden kann, hat die Hochschule (HS) Kaiserslautern am Campus Pirmasens und die Chemieverbände Rheinland-Pfalz 2011 eine Kooperation ins Leben gerufen. Beim diesjährigen Tag der Chemie war der Einsatz von Klebstoffen ein spannendes Thema.

41 Schüler und Schülerinnen der 6. Klassenstufen des Leibniz-Gymnasiums mit ihren Klassenleiterinnen und Chemielehrerinnen Monika Hook, Daniela Schilling und Beate Klimmer-Fitting bekamen Einsichten in die Welt der Chemie. Das Leibniz hat als einziges Gymnasium eine wöchentliche Experimentierstunde, in der die Gruppe auf die Exkursion vorbereitet wurde.

Prof. Dr. Thomas Stumm erläuterte bei seiner Vorlesung, was für Stoffe um uns herum Chemie ausmachen und machte eindrucksvoll Werbung für die „schönste Hochschule, die viel zu bieten hat.“ Man merkte ihm an, dass er es nicht nur als Pflichttermin sah, sondern mit Spaß und Leidenschaft dabei war.

Während früher noch 100 Zwickstifte die Schuhe zusammenhielten, sind gerade die heutigen Turnschuhe aus Kunststoff ein Paradebeispiel, was Kleber leisten können. Bis zum Schnürsenkel ist alles Chemie. Die zehn- bis zwölfjährigen „Experten" wussten schon, was sie mit Kleber anfangen können. Da wurden auch schon mal die Finger mit Sekundenkleber in Mitleidenschaft gezogen oder mit Opa die Fliesen in der Küche geklebt.

Prof. Stumm erläuterte, dass nicht alle Klebestreifen Tesafilm und nicht alle Alleskleber Uhu heißen, sondern Markennamen sind. Der Name Alleskleber sei sowieso irreführend, denn er könne nicht alles, es komme auf das Material an und die Geduld.

Der Leiter des Produktmanagements der Kömmerling Chemische Fabrik GmbH Dr. Knut Göke stellte mit seinem Team heraus, dass ein Kleber flüssig sein sollte, damit er eine gute Verbindung eingehen kann. Er muss es wissen, denn Kömmerling, 1897 mit Schuhklebstoffen in Pirmasens unweit vom Campus angefangen, ist weltweiter Hersteller von qualitativ hochwertigen Kleb- und Dichtstoffen für Isoliergläser, Autos, Schiffe und Flugzeuge. Wer hört, dass Seitenleitwerke von Flugzeugen geklebt werden, der wird anders in den Urlaub fliegen und der Werbefilm, bei dem ein Auto mit einem Klebepunkt hochgezogen wird, ist laut Dr. Göke absolut möglich.

„Wir haben altersgerechte Experimente vom Chemieverband, sind modern und wollen vom Denken des 19. Jahrhunderts weg. Wir müssen frühzeitiger in die Schulen und an die Chemie heranführen, da Projekttage meistens zu spät sind. Wir müssen uns bekannter machen und zeigen, dass wir gute Jobs bieten können“ begründet Dr. Göke das Engagement der Firma, die auch die Hochschule ausrüstet und unterstützt. „Chemie hilft, die Natur besser zu verstehen und die natürlichen
Vorgänge für uns zu nutzen, freute sich Tobias Göpel, Pressesprecher der Chemieverbände Rheinland-Pfalz, über die Begeisterung und versprach, weiterhin dieses Angebot der Hochschule zu unterstützen.

Joachim Tretter von der KÖ-Anwendungstechnik Klebstoffe und Dichtstoffe, hatte das interessanteste Experiment. Die Schülerinnen und Schüler, fachmännisch ausgestattet mit Schutzbrille und weißem Kittel, durften selbst Kleber herstellen - mit handelsüblichen Gummibärchen und der richtigen Mischung Wasser. Prof. Stumm zeigte, dass auch Stärke kleben kann. Karin Hilz, seit Mai Schulbeauftragte, freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Schulen. Denn hier werde deutlich, dass Studium oder Ausbildung auch in Pirmasens möglich sei. (kly)

Quelle: Pirmasenser Zeitung, Freitag, 15. Juli 2016

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