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Elastisches Kleben

 

 

 

Elastische Klebeverbindungen zeigen eine hohe Fähigkeit Bewegungen aufzunehmen. Durch das elastische Verhalten der Klebstoffe wird die Spannung auf größere Flächen verteilt und so lokale Überbeanspruchung von Substrat und Klebstoff vermieden. Die geforderte Festigkeit und Steifigkeit von Konstruktionen werden über die Dimensionierung der Klebungen in Dicke, Fläche und Verschneidung und die Auswahl des Klebstoffes erzielt. Um die Bewegungsaufnahme zu ermöglichen, ist eine Mindestschichtdicke erforderlich. Eine weitere Stärke des elastischen Klebens ist die Dämpfung von Schwingungen. Dies ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Schallübertragung.

 

Die Steifigkeit einer Klebung wird einerseits vom Modul des verwendeten Klebstoffs, andererseits von den geometrischen Abmessungen bestimmt. Je höher der Modul des Klebstoffes und je größer die Fläche, desto höher die Steifigkeit. Je kleiner der Modul und je höher die Schichtdicke desto niedriger die Steifigkeit. Konstruktionen, die die Quereinschnürung des Klebstoffes unter Zugbelastung hindern, erhöhen die Steifigkeit, mindern aber die Festigkeit.

 

Auch die Festigkeit einer Verklebung hängt von Eigenschaften des Klebstoffes und der Dimension ab. Neben der inneren Festigkeit (Kohäsion) ist die Haftung an den Substraten (Adhäsion) für die Gesamtfestigkeit einer geklebten Verbindung entscheidend. Sowohl Steifigkeit als auch Festigkeit eines Klebstoffes hängen von Umgebungs- und Alterungsbedingungen ab. Daher sind gegenüber den ermittelten Kennwerten eines Klebstoffes Abminderungsfaktoren, d.h. Sicherheitsfaktoren erforderlich. Hier sind neben dem Temperaturbereich, in dem das System zum Einsatz kommen soll, die Alterung durch Wechsellast, durch chemische und physikalische Einflüsse zu beachten.